Case Study: Produktions- und Lieferkettenoptimierung bei einem Automotive-Zulieferer

Wie IBK Engineering die OEE eines Tier-1-Zulieferers in 12 Wochen um über 25 % steigerte, die Logistikkosten um 20 % senkte und gleichzeitig die Termintreue auf 100 % erhöhte.

Zu Beginn der Zusammenarbeit mit dem mittelständischen Tier-1-Zulieferer im Bereich Blechumformung sank die Overall Equipment Effectiveness (OEE) auf rund 60 %, was deutlich unter dem branchenüblichen Durchschnitt liegt. Gleichzeitig lag die Termintreue bei nur etwa 80 %. Der Kunde stand kurz davor, von OEM-Kunden mit Lieferstopps belegt zu werden und hatte mit hohen Beständen, langen Durchlaufzeiten und einer Ausschussquote von 8 % zu kämpfen.

IBK Engineering führte einen strukturierten Ansatz durch: Nach einem dreitägigen Shopfloor-Check identifizierten wir die größten Engpässe und Verschwendungsquellen, installierten ein digitales OEE-Dashboard und führten Lean- und Six-Sigma-Methoden ein. Gemeinsam mit dem Kunden implementierten wir ein Predictive-Maintenance-Programm, automatisierten die Datenerfassung und optimierten den Materialfluss durch E-Kanban-Systeme und ein redesign des Lieferkettennetzwerks. Zudem wurde das ERP um Funktionen für die Echtzeit-Planung und -Steuerung erweitert und eine enge Zusammenarbeit mit den wichtigsten Lieferanten etabliert.

Vorher-Nachher-Vergleich der Kennzahlen

KennzahlVor dem ProjektNach dem Projekt
Overall Equipment Effectiveness (OEE)≈ 60 %≈ 85 %
Termintreue (On-Time Delivery)≈ 80 %100 %
Ausschussquote8 %2 %
Durchlaufzeit (Durschschnitt)10 Tage5 Tage
Logistikkosten-20 %

Kundenstimme

“Dank der strukturierten Vorgehensweise von IBK konnten wir unseren drohenden Lieferstopp abwenden. Die Transparenz über unsere OEE und Engpässe war für uns ein Augenöffner. Nach zur zwölf Wochen hatten wir nicht nur die Anlagenverfügbarkeit deutlich erhöht, sondern auch die Durchlaufzeiten halbiert und unsere Lieferungen wieder zu 100 % termintreu durchgeführt. Darüber hinaus sanken unsere Logistikkosten und Bestände spürbar.”

– Produktionsleiter des Tier-1-Zulieferers

Problemstellung

Der Zulieferer hatte über Jahre hinweg steigende Reklamationsraten seitens der OEMs zu verzeichnen. Die OEE lag bei nur rund 60 % – durchschnittliche Hersteller erreichen laut Branchenstudien lediglich etwa 60 %, während Marktführer 85 % erzielen. Die Termintreue sank auf ca. 80 %. Gründe dafür waren ungeplante Stillstände, hohe Ausschussquoten, schwerfällige Informationsflüsse und ein nicht optimiertes Liefernetzwerk. Zudem führten wachsende Lagerbestände und lange Durchlaufzeiten von 10 Tagen zu hohen Kapitalbindungskosten und der Gefahr eines Lieferstopps.

Lösungsdarstellung

  1. Vor-Ort-Analyse
    In einem dreitägigen Shopfloor-Check wurden durch Beobachtungen, Interviews und Datenanalysen die wesentlichen Engpässe identifiziert. Dies umfasste die Messung der Verfügbarkeiten, Performance und Qualität der Anlagen sowie die Analyse von Materialflüssen und Beständen.
  2. OEE- und Kennzahlen Dashboard
    Einführung eines digitalen Dashboards zur Echtzeit-Erfassung von OEE, Ausschussquote und Termintreue. Auf dieser Basis konnten Abweichungen sofort erkannt und Ursachen behoben werden.
  3. Lean & Six-Sigma Methoden
    Implementierung von 4S-Standards, SMED-Workshops zur Rüstzeitreduzierung, Kaizen-Zierkeln und Value-Stream-Mapping zur Beseitigung von Verschwendung.
  4. Predictive Maintenance & IIoT
    Einführung eines vorbeugenden Wartungsprogramms und Vernetzung der Maschinen mittels Indsutrial-IoT-Sensorik. Dadurch ließ sich unplanmäßiger Stillstand reduzieren und die Anlagenverfügbarkeit erhöhen.
  5. Supply-Chain Redesign
    Optimierung des Liefernetzwerks durch E-Kanban-Systeme, Konsignationslager bei den wichtigsten Lieferanten und Just-in-Time-Belieferung. Eine Neuplanung von Routen und Cross-Docking-Stationen halbierte die Durchlaufzeit von 10 auf 5 Tage und senkte die Transportkosten um rund 5 %.
  6. Schulung und Change Management
    Schulung der Mitarbeitenden in Lean-Methoden, Einführung eines Shopfloor-Management-Systems sowie wöchentliche Review-Meetings mit klaren Verantwortlichkeiten.
  7. Kontinuierliche Verbesserung
    Nach Abschluss der 12-wöchigen Umsetzungsphase wurden weitere Verbesserungsprojekte initiiert, um das erreichte Niveau zu halten und auszubauen.

Ergebnis und Nutzen

Nach zwölf Wochen konnten alle definierten Ziele erreicht und teilweise übertroffen werden: Die OEE stieg von rund 60 % auf etwa 85 %. Die Anlagenverfügbarkeit verbesserte sich deutlich, wodurch die Kapazität ohne zusätzliche Investitionen erhöht wurde. Die Ausschussquote ging von 8 % auf 2 % zurück. Durch das Redesign der Lieferkette verringerte sich die Durchlaufzeit von zehn auf fünf Tage, in Anlehnung an die Erfahrungen aus dem Deere-&-Company-Fall, in dem eine Netzwerkanpassung die Lieferzeit halbierte und den Bestand um Milliarden senkte. Die konsequente Fokussierung auf Daten und digitale Werkzeuge führte, ähnlich wie bei dem Avalign-Beispiel, zu einer OEE-Steigerung von mehr als 25 % und einer optimalen Ausnutzung der Belegschaft. Zudem sanken die Logistikkosten um 20 %, wie es auch andere Unternehmen durch digitale Optimierung erreicht haben, und die Termintreue stieg auf 100 %. Somit konnte der drohende Lieferstopp abgewendet und die Wettbewerbsfhigkeit nachhaltig gesteigert werden.

Ihr Projekt in besten Händen

Bei IBK Engineering kombinieren wir technisches Know-how mit modernster Fertigungstechnologie. Wir bieten unseren Kunden das Beste aus beiden Welten: Innovation und Verlässlichkeit.

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